Anwendungen

Bier- und Getränkeindustrie

PVPP entfernt trübungsverursachende Polyphenole aus Bier, Wein und Saft, stabilisiert Farbe und Haltbarkeit und lässt sich nach der Behandlung leicht filtrieren.

Bier- und Getränkeindustrie — Anwendungen

PVP, insbesondere in seiner vernetzten Form PVPP, ist ein hochwirksames Schönungsmittel für die Getränkeindustrie. Es entfernt unerwünschte Polyphenole und Tannine, die Trübung und Bitterkeit verursachen.

Bierstabilisierung

PVPP entfernt selektiv Polyphenole aus Bier, die Kältetrübung verursachen. Dadurch entsteht eine langfristige kolloidale Stabilität, während Schaum und Geschmacksprofil erhalten bleiben. Lösliches PVP K15/K30 ergänzt PVPP als Hilfsmittel zur Klärung und Farbstabilisierung.

Klärung von Wein und Saft

Bei der Verarbeitung von Wein und Fruchtsaft reduziert PVP Bitterkeit und Adstringenz, indem es überschüssige Tannine und Polyphenole bindet. Das Ergebnis ist ein saubereres, klareres Produkt mit verbesserter Lagerstabilität.

Die richtige Partikelgröße für die Getränkeklärung wählen

Bei der Auswahl eines Typs zur Klärung von Bier, Wein und Saft müssen zwei gegenläufige Faktoren ausgeglichen werden: Adsorptionskapazität und Filtrierbarkeit.

Kleinere Partikelgröße → höhere Adsorption, höheres Filtrationsrisiko. Kleinere Partikel bieten im Verhältnis zum Volumen eine größere Oberfläche und erhöhen damit die Adsorptionskapazität für Polyphenole. Je feiner das PVPP, desto mehr trübungsverursachende Stoffe kann es pro Dosiseinheit aus der Lösung entfernen. Der Nachteil liegt in der Filtrierbarkeit: Feine Partikel verstopfen Filteranlagen leichter, besonders wenn deren Kapazität nicht ausreicht.

Größere Partikelgröße → leichtere Filtration, geringere Adsorption je Dosis. Gröbere Typen durchlaufen Filtrationssysteme leichter und neigen weniger zum Verstopfen, besitzen jedoch eine etwas niedrigere Adsorptionseffizienz je Gewichtseinheit. Dies lässt sich häufig durch eine angepasste Dosierung ausgleichen.

Für den einmaligen Einsatz konzipiert. Unsere Standard-PVPP-Typen sind für eine einmalige Adsorptionspassage vorgesehen und nicht zur Regeneration oder Wiederverwendung innerhalb desselben Produktionslaufs ausgelegt. Kunden mit mehrstufigen oder kontinuierlichen Filtrationssystemen benötigen geeignete eigene Filteranlagen, um PVPP nach der Anwendung zurückzugewinnen und abzutrennen.

Teilen Sie uns Ihre Filteranlage und die angestrebte Verringerung von Trübung und Polyphenolen mit. Wir empfehlen eine Partikelgröße, die die Adsorptionsleistung mit der Filtrationskapazität Ihrer Anlage in Einklang bringt.

Häufig gestellte Fragen

Wie klärt PVP Getränke?
PVP, insbesondere vernetztes PVP beziehungsweise PVPP, wirkt als Schönungsmittel. Es bindet selektiv Polyphenole und Tannine, die Trübung und Verfärbung verursachen, ohne das Geschmacksprofil zu verändern.
Welcher PVP-Typ wird in der Getränkeverarbeitung verwendet?
Vernetztes PVP (PVPP) ist wegen seiner Unlöslichkeit der bevorzugte Typ für die Getränkeklärung und lässt sich nach der Behandlung leicht abfiltrieren. Lösliches PVP K15/K30 wird zusätzlich als Klärhilfsmittel eingesetzt.
Besitzt PVPP Lebensmittelqualität und ist es sicher?
Ja. PVPP ist als Lebensmittelzusatzstoff E1201 zugelassen und wird in der Europäischen Union, den USA und Russland häufig zur Getränkeverarbeitung eingesetzt. Es ist chemisch inert und wird durch Filtration entfernt.
Wie hoch ist die typische Dosierung?
Die typische Dosierung liegt je nach Polyphenolgehalt und gewünschtem Klärgrad zwischen 10 und 50 g je 100 Liter Getränk.